23.07.2021

Die digitale CO2-Falle – Wie gestalte ich meinen digitalen Lebensraum nachhaltig?

Videos streamen, Nachrichten versenden, Wissen generieren und abspeichern mit einem Klick: Das alles macht das Zeitalter der Digitalisierung möglich. Smartphones, Apps und Anwendungen machen uns das Leben in vielerlei Hinsicht einfacher und unterhaltsamer.

Linke Pfote

CO2free app

Videos streamen, Nachrichten versenden, Wissen generieren und abspeichern mit einem Klick: Das alles macht das Zeitalter der Digitalisierung möglich. Smartphones, Apps und Anwendungen machen uns das Leben in vielerlei Hinsicht einfacher und unterhaltsamer.

Dank der digitalen und technologischen Revolution hat die Menschheit enorme Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gemacht. Es ist uns möglich, durch Überwachungssysteme und Big-Data-Analysen den Klimawandel besser zu verstehen, die Folgen der globalen Erwärmung abzuschätzen und dementsprechend Anpassungsmaßnahmen vornehmen zu können. Doch bei der riesigen Menge an Daten, auf die wir täglich zugreifen, steigt gleichzeitig der Energiebedarf, um den digitalen Konsum zu ermöglichen. Das bedeutet auch mehr Emissionen.

Schätzungen gehen davon aus, dass das emittierte CO2 der digitalen Branche bei ca. 2,3 bis 3,7 Prozent der weltweiten Gesamtemissionen liegt. Das ist so viel wie der gesamte Flugverkehrssektor und es steigt überdurchschnittlich schnell an. Im digitalen CO2-Fußabdruck ist nicht nur die ressourcen- und energieaufwändige Produktion der technischen Geräte enthalten, sondern auch die eigentliche Nutzung. Datenübertragungen und die Instandhaltung der Infrastruktur der Server verbrauchen Energie – und damit CO2. Für ein digitalisiertes Land wie Deutschland bedeutet der technologische Konsum derzeit jährlich 0,85 Tonnen CO2-Emissionen pro Person. Ein klimaverträglicher Konsum pro Kopf wären 2 Tonnen CO2-äquivalente Emissionen. Unsere digitale Lebensweise würde also schon beinahe die Hälfte dieses umweltfreundlichen Budgets einnehmen.

Überwältigt von den Auswirkungen eines unumgänglich digitalisierten Lebensstils, fragt man sich, was kann man dagegen tun? Wie kann man seine digitalen Emissionen reduzieren?

Am individuellen Konsumverhalten etwas zu verändern, ist eine Möglichkeit. Weniger Streamen, das E-Mail-Postfach regelmäßig entleeren, Geräte länger nutzen, Daten lokal speichern und insgesamt mehr analog arbeiten - hört sich für eine medienüberflutete Welt wie ein guter Ausgleich an, ist für die meisten von uns allerdings schwieriger als gedacht. Egal ob Freizeit, Arbeit oder Kontakte über soziale Medien - wir leben in einer digitalisieren Welt. Dieser Umstand wurde noch einmal verstärkt durch die Corona-Pandemie, die uns zwang, auf physischen Abstand zu gehen und mehr Zeit zu Hause zu verbringen und unser Leben fast ausschließlich auf die andere Seite eines Bildschirms rückte.

Dabei spielt das Smartphone die zentrale Rolle unseres Lebens. Genau hier setzt CO₂free an: Die App ermittelt den ökologischen Fußabdruck von Handys und gibt User*innen die Möglichkeit, überflüssige Daten direkt zu löschen. Das senkt sowohl den Energieverbrauch des Geräts als auch den der Clouddienste und Rechenzentren und entlastet somit die Umwelt. Der verbliebene CO₂-Ausstoß weiterer Daten auf dem Handy kann direkt über CO₂free ausgeglichen werden. Hierbei wird digitalen Fußabdruck durch die Stilllegung von CO₂-Zertifikaten kompensiert - und zwar auf drei Arten:

  • CO₂free kompensiert bei jedem Download der App* ein Kilogramm CO₂.
  • Die/der App-User*in kann CO₂free beauftragen, den CO₂-Fußabdruck, der nach dem Löschen von Daten verblieben ist, auszugleichen.
  • Für das Löschen von Daten gibt es Gutscheine unserer Klimaallianzpartner, die weitere Zertifikate stilllegen.



Quellen:

The Shift Project (2019): REPORT/LEAN ICT: TOWARDS DIGITAL SOBRIETY. Pairs. https://theshiftproject.org/wp-content/uploads/2019/03/Lean-ICT-Report_The-Shift-Project_2019.pdf

Gröger, Jens (2020): Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils

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